Spaziergang durch Weilheim – Demokratie im Standby-Modus
Beim letzten Spaziergang durch Weilheim ging es – wie so oft – nicht nur um frische Luft, sondern auch um frische Gedanken.
Ein Thema hat uns dabei besonders beschäftigt:
die Stichwahl zum Bürgermeisteramt in Weilheim – und die Frage, wie viel Diskussion eigentlich noch gewünscht ist.
Denn während die Bürger sich informieren wollen,
während viele noch unentschlossen sind,
während eine zusätzliche Diskussion Orientierung geben könnte…
…entscheiden die Kandidaten gemeinsam,
dass ein Livestream „nicht zielführend“ sei.
Das hat uns auf dem Spaziergang schon etwas schmunzeln lassen.
Denn seit wann entscheiden eigentlich die Kandidaten,
ob eine Diskussion für die Wähler sinnvoll ist?
Demokratie zum Mitmachen – oder zum Zuschauen?
Wir haben uns gefragt:
Ist Demokratie nicht genau dafür da,
dass Positionen ausgetauscht werden?
Dass Fragen gestellt werden?
Dass man sich ein Bild machen kann?
Oder reicht es inzwischen,
wenn man sich gegenseitig nicht widerspricht?
Ein Spaziergänger brachte es auf den Punkt:
„Früher hat man gestritten, um zu überzeugen.
Heute vermeidet man Gespräche, um nichts falsch zu machen.“
Vom Spaziergang auf die Bühne
Dieses Thema haben wir auch in unserem letzten satirischen Vortrag aufgegriffen –
mit einem Augenzwinkern, aber durchaus ernst gemeint.
Denn eines wurde klar:
Demokratie lebt vom Gespräch.
Nicht vom Schweigen.
Wer mehr wissen möchte
Eine ausführlichere satirische Betrachtung zu diesem Thema
finden Sie auf unserer Seite „Aktuelles“:
„Wenn Demokratie sendet – aber die Kandidaten nicht einschalten“
Zum Schluss
Vielleicht ist ein Spaziergang manchmal genau das Richtige,
um sich über solche Themen auszutauschen.
Denn dort passiert noch das,
was im Wahlkampf offenbar immer seltener wird:
Man redet miteinander.
Bild von KI erstellt (ChatGPT)
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